Jim Alcock
Jim Alcock (*1942) ist ein kanadischer Psychologe, Wissenschaftskommunikator und einer der international bekanntesten Vertreter des wissenschaftlichen Skeptizismus. Er absolvierte ein Physikstudium an der McGill University und promovierte anschließend in Sozialpsychologie an der McMaster University. Den größten Teil seiner akademischen Laufbahn verbrachte er an der York University in Toronto, wo er als Professor für Psychologie tätig war und heute emeritiert ist.
Alcock forscht insbesondere zur Psychologie des Glaubens, zur Entstehung von Überzeugungen sowie zur kritischen Prüfung außergewöhnlicher Behauptungen. International bekannt wurde er durch seine wissenschaftlichen Analysen paranormaler und pseudowissenschaftlicher Behauptungen sowie durch sein Engagement für evidenzbasiertes Denken. Er ist Fellow des Committee for Skeptical Inquiry (CSI) und langjähriges Mitglied der Führungsgremien sowie der Redaktionsbeiräte dieser Organisation.
Als Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Bücher hat er wesentlich dazu beigetragen, die Bedeutung kritischen Denkens, wissenschaftlicher Methoden und intellektueller Redlichkeit in der öffentlichen Debatte zu stärken. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit dem renommierten "In Praise of Reason Award" des CSI ausgezeichnet.
Judith Faessler
Judith Faessler (*1971 in Genf) ist Historikerin, Orientalistin und Expertin für politische und religiöse Ideologien sowie deren Auswirkungen auf demokratische Gesellschaften. Nach ihrer Schulzeit in Frankreich studierte sie Orientalistik, Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Ihre akademischen Schwerpunkte umfassen den Nahen Osten, politische Ideengeschichte sowie religiöse und gesellschaftliche Transformationsprozesse. Seit 2001 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz tätig und beschäftigt sich dort mit Fragen des demokratischen Rechtsstaats, politischem Extremismus und gesellschaftlichen Bedrohungen für freiheitliche Ordnungen.
Faessler spricht mehrere moderne und historische Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch, Arabisch und Türkisch. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sie sich öffentlich für die Verteidigung von Demokratie, Menschenrechten und einer offenen Gesellschaft. Ihre Überzeugungen sind auch von ihrer Familiengeschichte geprägt: Ihr Großvater Max Mannheimer war Holocaust-Überlebender, ihre Großmutter engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Leo Igwe
Dr. Leo Igwe ist ein nigerianischer Philosoph,
Religionswissenschaftler und international anerkannter Verfechter von
Menschenrechten und Bildung. Er promovierte 2017 an der Universität
Bayreuth in Deutschland im Fach Religionswissenschaft mit einer Arbeit
über Hexenvorwürfe in Ghana. Zuletzt war er als Postdoktorand an der
Universität Kapstadt in Südafrika tätig. Derzeit leitet er die „Critical
Thinking Social Empowerment Foundation“ und setzt sich für mutmaßliche
Hexen in Nigeria ein.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen kritisches Denken, Religion, Humanismus, Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Aberglauben und Hexenvorwürfen in Afrika. Er hat an der Central European University in Budapest, der Katholischen Fachhochschule in München und der Universität Kapstadt gelehrt.
Dr. Igwe ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Buchkapitel, darunter Beiträge zu „The Cambridge History of Atheism“. Er hatte mehrere internationale Führungspositionen inne, unter anderem als Vizepräsident von Humanists International, und ist weithin bekannt für sein Engagement für Vernunft, Bildung und Menschenwürde in ganz Afrika.
Meera Nanda
Meera Nanda (* 1954) ist eine indische Wissenschaftshistorikerin,
Wissenschaftsphilosophin und Autorin. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium
promovierte sie zunächst im Bereich Biotechnologie am Indian Institute of Technology
(IIT) in Delhi und später in Science Studies am Rensselaer Polytechnic Institute in den
USA. In ihrer Laufbahn verbindet sie naturwissenschaftliche Forschung mit der Geschichte
und Philosophie der Wissenschaft.
Nanda lehrte Geschichte und Philosophie der Wissenschaft am Indian Institute of Science Education and Research (IISER) in Mohali und war später Gastwissenschaftlerin am IISER in Pune. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich vor allem mit dem Verhältnis von Wissenschaft, Religion, Politik und Gesellschaft sowie mit den Herausforderungen, denen wissenschaftliches Denken in modernen Demokratien gegenübersteht.
International bekannt wurde sie durch ihre Analysen von Pseudowissenschaft, religiösem Nationalismus, Postmodernismus und postkolonialen Wissenschaftstheorien. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen „Prophets Facing Backward”, „The God Market”, „Science in Saffron” sowie die neueren Werke „A Field Guide to Post-Truth India” und „Postcolonial Theory and the Making of Hindu Nationalism”. Seit 2023 ist sie Fellow des Committee for Skeptical Inquiry.
Narendra Nayak
Narendra Nayak, Jahrgang 1951, ist ein indischer Biochemiker und
Pädagoge sowie einer der bekanntesten Verfechter des wissenschaftlichen
Denkens und der säkularen Aufklärung in Indien. Er studierte Chemie am
Loyola College in Madras und medizinische Biochemie am Kasturba Medical
College in Manipal. Anschließend war er in Forschung und Lehre tätig.
Von 1978 bis 2006 arbeitete er am Kasturba Medical College, zuletzt als
Assistant Professor, bevor er sich vollständig der Förderung des
wissenschaftlichen Denkens widmete.
Bereits 1976 gründete er die „Dakshina Kannada Rationalist Association” und engagierte sich in den Bereichen Verbraucherbildung, Menschenrechte und Wissenschaftskommunikation. Seit 2004 ist er Präsident der Federation of Indian Rationalist Associations (FIRA), dem nationalen Dachverband der indischen Rationalistenbewegung.
Durch Vorträge, Workshops und öffentliche Demonstrationen in ganz Indien hat er Millionen Menschen erreicht und sich insbesondere für die Bekämpfung von Aberglauben, Pseudowissenschaft und Desinformation eingesetzt. Für sein Wirken erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen in den Bereichen Humanismus, Menschenrechte und Wissenschaftsvermittlung.
Rainer Rosenzweig
Dr. Rainer Rosenzweig ist Diplom-Mathematiker und promovierter Wahrnehmungspsychologe, Dozent für Wahrnehmungspsychologie an der Technischen Hochschule Nürnberg sowie u. a. Initiator, Leiter und Geschäftsführer des Instituts für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes (kortizes.de). Er ist Vorstandsmitglied im Zentralrat der Konfessionsfreien (konfessionsfrei.de), Präsident des Humanistischen Pressedienstes hpd.de, eines Internetportals zu freigeistig-humanistischen Themen, und Mitglied des Wissenschaftsrats der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP (gwup.org/wissenschaftsrat). Internet: rainerrosenzweig.de.
Anna Veronika Wendland
PD Anna Veronika Wendland, geboren 1966, ist in Köln aufgewachsen. Sie hat in Köln und Kyiv (Ukraine) Geschichte
und Politikwissenschaften studiert und promoviert sowie in Marburg habilitiert. Sie lehrt Neuere und Neueste Geschichte
in Marburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Ukrainian Studies und den Science, Technology & Society Studies
mit Schwerpunkt Nuklearsicherheit. Sie arbeitete über mehrere Jahre als Industrial Anthropologist in der
europäischen Atomindustrie.
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